Nutzersegmentierung: Ein Leitfaden um Deine Kunden besser zu verstehen - Mixpanel
Nutzersegmentierung: Ein Leitfaden um Deine Kunden besser zu verstehen
Grundlagen

Nutzersegmentierung: Ein Leitfaden um Deine Kunden besser zu verstehen

Published date: Mai 9, 2018

Bei der Nutzersegmentierung werden alle Kunden auf der Grundlage gemeinsamer Merkmale in Segmente unterteilt. Beispielweise auf Grundlage von Region, Sprache, Alter, Endgerät oder Verhalten. Je besser Teams in der Lage sind, ihre Nutzer zu segmentieren, desto spezifischer und persönlicher können sie jede Gruppe ansprechen. Wenn Personalisierung der Weg zum langfristigen Produkterfolg ist, dann haben die meisten Unternehmen jedoch noch einen langen Weg vor sich.

81 % der Verbraucher von heute wünschten sich, dass Unternehmen ihre Bedürfnisse besser verstehen, während 94 % der Vermarkter wünschen, ihre Kunden besser zu verstehen. Um herauszufinden, was die Nutzer wirklich wollen, benötigt man leistungsstarke Tools, Zeit und eine intelligente Segmentierung.

Zunächst wird analysiert, wie mithilfe von Segmentierung bessere Produkte entwickelt werden können.

Welche Strategien zur Kundensegmentierung kannst Du verwenden?

Kundensegmentierung kann beispielsweise auf folgende Weise stattfinden:

  • Zahlende Nutzer im Vergleich zu nicht zahlenden Nutzern: Zahlende Nutzer sind häufig in ihrer Journey weiter fortgeschritten, engagierter und leichter zu halten als nicht zahlende Nutzer. Nicht zahlende Nutzer behandeln die App wahrscheinlich als Ware und stellen ein höheres Abwanderungsrisiko dar. Die Unterteilung ermöglicht es Teams, die ersteren beizubehalten und die letzteren zu konvertieren.
  • Neue Nutzer im Vergleich zu wiederkehrenden Nutzern (und Häufigkeit der Wiederkehr): Neue Nutzer und wiederkehrende Nutzer durchlaufen sehr unterschiedliche Phasen ihrer sogenannten Customer Journey. Wiederkehrende Nutzer finden den Dienst wertvoll genug, um zurückzukommen. Vielleicht konnten sie über den Dienst ihre Finanzen ausgleichen oder großartige GIFs finden, und jetzt wollen sie mehr. Neue Nutzer hingegen haben diesen Wert noch nicht erfahren. Wenn Teams wissen, dass sich alle wiederkehrenden Nutzer ein bestimmtes Video angesehen haben, können sie dieses Video in die Landingpage einbetten und so neuen Nutzern den Einstieg erleichtern.
  • Zeit vor Ort/mit der App: Netflix behandelt seine Dauer Viewer anders als Nutzer, die einmal im Monat vorbeischauen. Wenn Nutzer sich nämlich entscheiden, ihre kostbare Zeit auf einer Website oder mit einer App zu verbringen, ist dies ein starkes Signal dafür, dass sie die App lieben. Wenn sie allerdings keine Zeit damit verbringen, ist das auch ein nützliches Signal. Durch die Aufteilung der Nutzer im Hinblick auf die Zeit, die sie mit etwas verbringen, können Teams lernen, welche Funktionen, Faktoren usw. für eine gesteigerte Nutzung korrelieren.
  • Conversion Ziele: Was ist der Unterschied zwischen einem Abonnenten und einem Nutzer, welcher dich nicht abonniert hat? Oder zwischen einem Nutzer, der etwas einmal oder zehnmal gekauft hat? Durch das Analysieren von Nutzern, die einen Conversion-Checkpoint passiert haben, können Teams die Merkmale der wertvollsten Nutzer isolieren und diese Informationen verwenden, um mehr von ihnen zu konvertieren.
  • Andere Verhaltensweisen: Nicht alles Nutzerverhalten ist positiv. Manchmal wandern Kunden ab, verlassen ihre Warenkörbe oder stufen Abonnements herunter. Durch Analysieren der dieser Aktionen, die zu diesem Ereignisse, können Unternehmen Reibungspunkte identifizieren und diese Bereiche deiner Webiste verbessern.

Alle Daten, die Unternehmen über ihre Nutzer nachverfolgen, können bei der Aufteilung hilfreich sein, sofern diese Unterscheidungen von Bedeutung sind. Die Kundensegmentierung sollte immer an Geschäftsziele wie Einkäufe oder Umsätze gebunden sein.

Jedes Team hat seine eigenen Vorstellungen davon, welche Daten für die Erfassung am wertvollsten sind. Ein werbefinanziertes Online-Magazin kann mit Seitenaufrufen Geld verdienen und Zuschauerverkehr sehr gerne verfolgen, wohingegen sich eine CRM-Plattform möglicherweise für Daten um Verkäufe und wiederkehrende Einnahmen interessiert. Das hängt alles vom Geschäftsmodell ab.

Hier sind einige Datentypen, die Teams möglicherweise von ihren Nutzern erfassen möchten:

  • Demografische Daten: Soziale Daten eines Nutzers, Geschlecht, Geburtstag, Sprache, Standort, Familienstand oder Einkommen
  • Psychografische Daten: Interessen, Ansichten, Zugehörigkeiten oder sozioökonomischer Status eines Nutzers
  • Verhalten: Aktionen eines Nutzers wie Besuche, Tippen, Klicks, Zeit vor Ort und Konversion
  • Firmografische Daten: Demografische Daten für Unternehmen: Bestehenszeit, Mitarbeiteranzahl, Umsatz, Branche, Standort und Geschäftsmodell (B2B oder B2C)
  • Technografische Daten: Technologien, die ein Unternehmen verwendet, z. B. CRM, Marketing-System oder ERP-Anbieter

Die Summe der Vorlieben, Abneigungen, Verhaltensweisen und Eigenschaften der einzelnen Segmente liefert Hinweise darauf, was Nutzer wollen. Jedes Team kann dann selbst entscheiden, die Wünsche seiner Nutzer in einem Nutzerprofil aufzuzeichnen, die Funktionen, Messaging- und Marketingfunktionen ihrer Produkte dementsprechend anzupassen und so den Anforderungen der Nutzer besser zu entsprechen.

Wie entscheidet ein Team nun über die Aufteilung seiner Nutzer? Lasse uns untersuchen, wie eine Nutzersegmentierungsplattform wie Mixpanel dir dabei helfen kann.

So führst Du eine Kundensegmentierung durch

Der Kundensegmentierungsprozess besteht aus vier Schritten:

  1. Nutzerengagement nachverfolgen

Unternehmen müssen für die Segmentierung ihrer Kunden die Möglichkeit haben, alle Nutzer anzuzeigen. Jedoch ist es nicht immer einfach, einen Überblick über das gesamte Publikum zu erhalten. Die meisten Websites und Apps sind nicht für die Selbstanalyse konzipiert und es kann sich schwierig gestalten, einzelne Nutzer und deren Reisen durch die App zu verfolgen, geschweige denn, zwei verschiedene Nutzersegmente zu vergleichen.

Eine Medien-Website kann beispielsweise mithilfe der Website-Analyse ermitteln, wie viele Nutzer lediglich die Publikation zum Lesen besuchen im Vergleich zu wie viele Nutzer dabei auf eine Anzeige klicken. Aber welche Nutzer sind welche? Welchem Bildschirmfluss folgen sie normalerweise? Wie kann das Team eine Nachricht nur an die Nutzer senden, die den Dienst abonnieren, jedoch nie zurückkehren? Um aussagekräftige Unterscheidungen treffen zu können, muss die Medienseite die Möglichkeit haben, die Besucher nach ihren Merkmalen und Verhaltensweisen zu trennen.

Eine Nutzersegmentierungsplattform ist häufig die Antwort. Mit Mixpanel kann beispielsweise in eine Website, eine App oder beides integriert werden und so Nutzerdaten abrufen, für deren Erfassung die Site oder App niemals konzipiert wurde. Mixpanel bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, mit der Teams Segmente erstellen, Berichte speichern, Conversion-Pfade verfolgen und Nutzern Mitteilungen schicken können – und all das auf einer einzigen Plattform.

  1. Auf Geschäftsprioritäten basierende Segmente identifizieren

Wie bereits erwähnt, sind Segmente nur dann nützlich, wenn sie an geschäftliche Prioritäten wie etwa den Umsatz gebunden sind. Wenn Teams definieren, was ihre Nutzer tun sollen, kennen sie bereits ihre ersten Segmente.

Wenn das Ziel darin besteht, dass Nutzer einen Kauf tätigen, könnte eines der Aufteilungen sein: „Nutzer, die einen Kauf getätigt haben“. Ein weiteres könnte für Nutzer ohne bisherige Käufe sein. Ein Drittes würde für diejenigen eingerichtet, die wiederholt eingekauft haben. Wenn das Ziel darin besteht, die App-Nutzung zu erhöhen, definieren Teams Segmente auch hinsichtlich verbrachter Zeit in der App. So kannst du als Hauptnutzer im Meer gelegentlicher Besucher isolieren.

Mit folgenden Beispiel-Metriken könnten Teams Segmente definieren:

Auf Analyseplattformen können Teams Segmente schneller erstellen. Mixpanel verfolgt beispielsweise Interaktionen, die auf einer Website oder in einer App stattfinden, hebt die am häufigsten auftretenden Ereignisse hervor und empfiehlt Metriken, die Teams verfolgen sollten.

  1. Analysen zur Berichtserstellung verwenden

Mithilfe einer Excel-Tabelle oder einer Nutzeranalyseplattform können Teams Berichte für verschiedene Nutzersegmente erstellen, speichern und freigeben. Teams könnten beispielsweise folgende Themenberichte erstellen:

  • Nutzungsraten von zahlenden im Vergleich zu nicht-zahlenden Nutzern aufzeigen
  • Kundenbindungsrate für Nutzer messen, die über soziale Medien zum Produkt kamen
  • Aktionen identifizieren, die während einer kostenlosen Testversion mit größerer Wahrscheinlichkeit zum Kauf des Produkts führten
  • Nachverfolgung der Nutzungserhöhung nach Einführung einer neuen Funktion

 

  1. Auf Segmente basierende Änderungen vornehmen

Durch Vergleichen eines Segments mit einem anderen bzw. der gesamten Nutzerschaft können Teams signifikante Unterschiede identifizieren. Auf diese Weise erhalten Teams eine Roadmap zur Entwicklung eines besseren Produkts.

Bei einer mobilen Fitness-App stellt ein Team möglicherweise fest, dass die wertvollsten Nutzer mit größerer Wahrscheinlichkeit als die Durchschnittsnutzer die Einrichtung ihres Profils abschließen. Das Team kann dann den Onboarding-Ablauf neu gestalten und so sicherstellen, dass jeder neue Nutzer sein Profil vervollständigt.

Eine Social-Media-App erkennt vielleicht, dass Nutzer, die ihre mobile App herunterladen, doppelt so lange dabei sind. So können In-App-Benachrichtigungen auf dem Desktop mit dem Ziel erstellt werden, mehr Nutzer zu inspirieren, sich die App herunterzuladen. Segmente führen zu Erkenntnissen, mit denen Teams oft bessere Produkte entwickeln können.

Warum Kunden segmentieren

Die Kundensegmentierung unterstützt Teams mit fundierten Informationen über ihre wertvollsten Nutzer, damit sie mehr solche Nutzer gewinnen können. So konzentrieren sich Teams auf die Power-Nutzer, die High-Roller, die Shopaholiker und die Gaming-Enthusiasten und sind in der Lage, ihnen noch optimaler das Gewünschte zur Verfügung zu stellen.

Ohne Segmentierung ist die Produktentwicklung eine Frage des Rätselns und hierbei können Teams nicht wissen, ob sich ihre Bemühungen ausgezahlt haben. War die höhere Nutzung aufgrund der neuveröffentlichten Funktion oder des Wetters? Ohne Daten ist dies schwer heraus zu finden. Das Team mag eine Ahnung haben, aber ohne Gewissheit besteht die gleiche Wahrscheinlichkeit darin, rückwärts zu gehen als vorwärts zu kommen.

Wenn Unternehmen aus ihren Segmenten lernen, können sie die Nutzererfahrung personalisieren. Kunden erwarten heute intuitive und benutzerfreundliche Oberflächen. Sie bevorzugen es, wenn Websites und Apps „einfach funktionieren“. Das bedeutet, dass Produktteams so viel wie möglich über ihre Nutzer lernen müssen und nicht versuchen, für alle Nutzer alles zu sein.

Stellen Sie sich einfach eine klassische Zeitung ohne Segmentierung vor. Es wäre ein Durcheinander von Kultur-, Sport- und Außenpolitikartikeln. Ein Baseball-Fan würde nicht in der Lage sein, die Zusammenfassung des gestrigen Spiels zu lesen, und sie würden wahrscheinlich die Zeitung gegen eine mit mehr konzentrierter und klarer Darstellung eintauschen. Ähnlich ist solche Erfahrung für jede Website oder App. Benutzer möchten ihren bevorzugten Bereich schnell finden.

Die aussagekräftigsten Segmentierungen werden häufig durch Forschung entdeckt. Nur durch Beobachtung kann das Produktteam einer App wissen, warum bestimmte Funktionen oder Seiten bei den Nutzern Anklang finden. A/B-Tests oder die Präsentation mehrerer Varianten einer Funktion oder Nachricht können Teams dabei unterstützen, ihre Recherchen zu beschleunigen.

A/B-Tests helfen App-Entwicklern, ihre Hypothesen wissenschaftlich zu testen. Beispielsweise kann eine Bank feststellen, dass Nutzer im Alter von 35 bis 50 Jahren die Funktion zur Rechnungszahlung selten auch nur anschauen. Durch A/B-Tests die Buttonplatzierung „Pay Bill“ konnte das Team diese besser sichtbar machen und nachweisen, dass die Platzierung des Buttons der entscheidende Faktor war.

Mithilfe der Kundensegmentierung können Teams Kundenprofile, auch Kohorten- oder Verbraucherprofile genannt, entwickeln, in denen die Merkmale, Verhaltensweisen und Interessen der einzelnen Segmente aufgeführt sind. Mit Hilfe von Profilen können Produkt- und Marketingteams Produkte entwickeln oder verbessern, ohne dabei den Nutzer aus den Augen zu verlieren.

Hier ist ein Verbraucherprofilbeispiel für eine fiktive Fitness-App:

Fit Fiona

  • Demografie:Weiblich, 25–45 Jahre
  • Psychographics:Liebt Radfahrkurse
  • Verhalten:Verwendet die App mehr als 5 Mal pro Woche

Innerhalb einer Kundensegmentierungsplattform kann das Fitness-App-Team mithilfe von Booleschen Suchbegriffen Fiona als Kohorte zur regelmäßigen Beobachtung speichern. Wann immer das Team über neue Funktionen nachdenkt, können sie Fiona in Betracht ziehen und messen, wie die Fiona-Kohorte auf neue Versionen reagiert. Sie können sogar verschiedenen Kohorten Punktzahlen und Stellenwerte zuordnen, um ihren Lebenszeitwert zu bestimmen und den ROI von Marketingkampagnen zu messen.

Personalisierung ist der Schlüssel zum langfristigen Produkterfolg und Segmentierung ist eines der besten Tools, voll und ganz auf die Bedürfnisse der einzelnen Nutzergruppen einzugehen. Wer sind also deine Nutzer und bekommen sie das, was sie bei dir zu finden wünschen?

Welche Strategien zur Kundensegmentierung kann ich anwenden?

Basierend auf den Merkmalen oder Daten, die verwendet werden, um Nutzer zu aufzuteilen, kann die Nutzersegmentierung in die folgenden Kategorien unterteilt werden:

  • Demografische Daten: Geschlecht, Alter, Sprache, Standort, Familienstand oder Einkommen
  • Psychografische Daten: Interessen, Überzeugungen, Zugehörigkeiten oder den sozioökonomischen Status eines Nutzers
  • Verhaltensdaten: Nutzeraktionen definieren, wie z. B. die Häufigkeit der Anmeldung, die in einem Produkt verbrachte Zeit und das allgemeine Maß an Engagement
  • Firmografische Daten: demografische Daten für Unternehmen (z. B. Alter, Mitarbeiterzahl, Umsatz, Branche, Standort und Geschäftsmodell (B2B oder B2C))
  • Technografische Daten: welche Technologien ein Unternehmen verwendet, z. B. CRM, Marketingsystem oder ERP-Anbieter

Je nachdem, welche Daten du zur Verfügung hast, kannst du deine Nutzer nach einer Vielzahl von Faktoren segmentieren:

  • Bezahlte vs. kostenlose Nutzer: Bezahlte Nutzer sind nicht nur profitabler, sondern oft auch fortgeschrittener, engagierter und leichter zu halten als kostenlose Nutzer. Die Segmentierung ermöglicht es den Teams, sich auf die Bindung der Ersteren und die Konvertierung der Letzteren zu konzentrieren.
  • Nutzungshäufigkeit: Die Nutzungshäufigkeit ist eine großartige Möglichkeit, den Grad des Engagements der Nutzer zu ermitteln. Nutzer, die das Produkt verwenden, finden oft einen Wert, um wiederzukommen. Wenn man neuen Nutzern die Funktionen oder Inhalte vorstellt, die häufigen Nutzern gefallen, kann man neue Nutzer schneller an das Produkt binden.
  • Verweildauer auf der Website/App: Die Zeit, die Nutzer auf einer Website oder App verbringen, ist in der Regel ein guter Indikator für den Wert, den diese für sie schafft. Durch die Segmentierung der Nutzer nach ihrer Verweildauer können die Teams herausfinden, welche Funktionen, Faktoren und Inhalte mit einem höheren Engagement verbunden sind, so dass sie neue Ideen zur Steigerung der Nutzung entwickeln können.
  • Conversion Ziele: Die Segmentierung nach Conversion Zielen ermöglicht es dir, den Unterschied zwischen Nutzern, die ein Abonnement abschließen, und solchen, die es nicht tun, zu ermitteln. Es wird dir auch ermöglicht zwischen Nutzern, die zehnmal Artikel gekauft haben, und solchen, die nur einmal gekauft haben, zu vergleichen. Diese Informationen können letztendlich genutzt werden, um mehr Nutzer schneller zum konvertieren zu bringen.
  • Negative Verhaltensweisen: Nicht alle Verhaltensweisen von Nutzern sind positiv – manchmal verlassen Kunden das Unternehmen, verlassen ihren Einkaufswagen oder stufen ihren Tarif herab. Es kann analysiert und segmentiert werden, welche Ereignissen zu negative Aktionen der Nutzer geführt haben. Durch die Aufsplittung dieser Daten können Teams die Ursachen für Reibungsverluste ermitteln und das Nutzererlebnis insgesamt verbessern. 
  • Fehlende Aktivität: Ein Mangel an Verhaltensweisen kann ebenfalls beunruhigend sein. Nutzer, die wichtige Aktionen in einem Workflow auslassen oder eine wertvolle Funktion nicht vollständig nutzen, können mit Hilfe von Segmentierung identifiziert werden. Dadurch kannst du verstehen, was sie dazu veranlasst hat, sich nicht mehr zu engagieren

Alle Daten, die Unternehmen über ihre Nutzer erfassen, können für die Segmentierung nützlich sein, solange diese Unterscheidungen sinnvoll sind. Die Kundensegmentierung sollte sich immer auf ein Geschäftsziel wie Engagement und Kundenbindung beziehen.

Die Summe der Vorlieben, Abneigungen, Verhaltensweisen und Merkmale eines jeden Segments gibt Aufschluss darüber, was sie wollen. Es ist die Aufgabe jedes Teams, die Wünsche seiner Nutzer in einem Nutzerprofil zu erfassen und Änderungen an den Produktfunktionen vorzunehmen. Mit dem angepassten Messaging und Marketing können die Bedürfnisse der Nutzer besser zu erfüllen.

Wie kann ein Team also entscheiden, wie es seine Nutzerbasis segmentieren will? Sehen wir uns an, wie eine Nutzensegmentierungs-Plattform wie Mixpanel dabei helfen kann.

Wie man eine Kundensegmentierung durchführt

1. Verfolge das Engagement der Nutzer

Um Kunden zu segmentieren, brauchen Unternehmen eine Möglichkeit, die Produktnutzung für jeden Nutzer zu verfolgen. Es ist jedoch nicht immer einfach, einen Überblick über die gesamte Zielgruppe zu bekommen. Die meisten Websites und Apps sind nicht darauf ausgelegt, sich selbst zu analysieren. Zudem kann es sich schwierig gestallten, einzelne Nutzer und ihre Wege durch die App zu verfolgen, geschweige denn zwei verschiedene Nutzersegmente zu vergleichen.

Eine Medienseite kann beispielsweise mit grundlegenden Webanalysen feststellen, wie viele Nutzer ihre Publikation lediglich besuchen und wie viele bleiben, um auf eine Anzeige zu klicken. Aber welche Nutzer sind welche? Welchen Weg nehmen sie in der Regel? Wie kannst du nur die Nutzer verfolgen und ansprechen, die sich angemeldet haben, aber nicht wiederkommen? Um aussagekräftige Unterscheidungen treffen zu können, benötigt die Medienseite eine Möglichkeit, die Besucher nicht nur nach ihren Eigenschaften, sondern auch nach ihrem Verhalten zu unterscheiden.

Ein Produkt-Analysetool ist oft die Antwort. Mixpanel zum Beispiel lässt sich in eine Website, eine App oder beides integrieren, um Nutzungsdaten zu erfassen, für die die Website oder die App nicht konzipiert wurde. Es bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche, mit der Teams Berichte erstellen, Daten aufschlüsseln, Funnels verfolgen und Nutzersegmente definieren können – alles in einer Plattform.

2. Identifiziere die Segmente auf der Grundlage von Geschäftsfachleuten

Wie bereits erwähnt, sind Segmente nur dann sinnvoll, wenn sie mit Geschäftsfachleuten verknüpft sind (z. B. Engagement). Wenn Teams wissen, was ihre Nutzer tun sollen, kennen sie bereits die ersten Segmente.

Wenn das Ziel darin besteht, dass die Nutzer einen Kauf tätigen, könnte ein Segment für Nutzer sein, die bereits gekauft haben. Ein anderes würde für die Nutzer sein, die noch nichts gekauft haben. Ein drittes könnte für diejenigen zusammenfassen, die wiederholt gekauft haben. Wenn das Ziel darin besteht, die App-Nutzung zu erhöhen, könnten Teams nach der in der App verbrachten Zeit segmentieren, um ihre Power-User von der Masse der gelegentlichen Besucher zu isolieren.

Die folgenden Metriken können Teams verwenden, um Segmente zu definieren:

  • Engagement/Nutzung
  • Akquisitionsquelle
  • Kundenlebensdauer-Wert (CLV)
  • Kundenbindung
  • Abwanderung
  • Durchschnittliche Besuche pro Nutzer
  • Konversionen
  • Wichtige Benutzer-Meilensteine

Mit Produktanalyse-Plattformen können Teams schneller Segmente erstellen. Mixpanel beispielsweise verfolgt die Interaktionen, die auf einer Website oder innerhalb einer App stattfinden, und hebt die am häufigsten auftretenden Ereignisse hervor, damit die Teams herausfinden können, welche Kennzahlen sie verfolgen sollten.

3. Nutzen Sie die Analytik zur Erstellung von Berichten

Mit einem Produktanalysetool können Teams Berichte für verschiedene Nutzersegmente erstellen, speichern und freigeben, um zu sehen, wie sich jedes Segment auf wichtige Kennzahlen auswirkt. Teams können Berichte erstellen, um:

  • die Anwendung für bezahlte und kostenlose Nutzer zu vergleichen
  • die Retentionsrate für Nutzer zu messen, die über soziale Medien gewonnen wurden
  • festzustellen, welche Aktionen während einer kostenlosen Testphase die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs erhöhen
  • festzustellen, ob die Nutzung nach der Veröffentlichung einer neuen Funktion gestiegen ist

4. Änderungen auf der Grundlage von Segmenten vornehmen

Durch den Vergleich von Segmenten untereinander oder mit der gesamten Nutzerpopulation können Teams aussagekräftige Unterschiede feststellen, die ihnen helfen können, Änderungen an der Roadmap vorzunehmen, um ihr Produkt zu verbessern.

Bei einer mobilen Fitness-App könnte ein Team zum Beispiel feststellen, dass die wertvollsten Nutzer ihr Profil häufiger fertigstellen als der Durchschnittsnutzer. Das Team kann dann seinen Onboarding-Flow ändern, um sicherzustellen, dass jeder neue Nutzer sein Profil vervollständigt.

Eine Finanzdienstleistungs-App könnte feststellen, dass Nutzer, die aus vom Vertrieb generierten Leads stammen, einen höheren Lebenszeit-Wert haben als selbst erstellte Nutzer. Dadurch kann veranlasst werden, dass sich die Marketingausgaben auf die Vertriebsförderung konzentrieren. Oder eine App für soziale Medien könnte feststellen, dass Nutzer, die ihre mobile App heruntergeladen haben, doppelt so lange bleiben. So können sie ihre App auf ihrer Website bewerben, um mehr mobile Nutzer zu gewinnen. Letztendlich führt die Segmentierung zu Erkenntnissen, die es den Teams oft ermöglichen, bessere Produkte zu entwickeln.

Bist Du bereit, mit der Segmentierung Deiner Nutzer zu beginnen?

Wenn Personalisierung der Schlüssel zum langfristigen Produkterfolg ist, dann ist die Segmentierung eines der besten Werkzeuge, um den Nutzergruppen das zu geben, was sie brauchen. Nie war der Zeitpunkt besser als jetzt, um sich zu fragen: Wer sind meine Nutzer, was wollen sie, und wie kann ich es ihnen geben?

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